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Die Schilddrüse. Klein, aber oho.

# Naturheilkunde | 20. Mai 2019

Apotheke Stahnsdorf Schmetterlingsorgan Schilddrüse

Die Schilddrüse ist ein schmetterlingsförmiges Organ, in dem u.a. die Schilddrüsenhormone T3 und T4 gebildet werden, die sehr viele lebenswichtige Aufgaben haben und entscheidend zu unserem Wohlbefinden beitragen.

Für die tägliche Produktion „ihrer“ Hormone Trijodthyronin (T3) und Tetrajodthyronin (T4), meist L-Thyroxin genannt, speichert die Schilddrüse bis zu zehn Milligramm Jod aus der Nahrung. Gemeinsam mit den vier kleinen Nebenschilddrüsen bildet unsere Schilddrüse die beiden Botenstoffe Calcitonin und Parathormon, die gemeinsam mit Vitamin D den Knochenstoffwechsel regulieren.

Aufgaben der Schilddrüsen-Hormone T3 und T4

  • regulieren Fett-, Eiweiß- und Zucker-Stoffwechsel
  • regulieren Mineralstoff- und Wasserhaushalt sowie die Körperwärme
  • beeinflussen Herz-Kreislauf-System, Magen- und Darmaktivität, Nerven und Muskeln
  • beeinflussen Persönlichkeit und seelisches Wohlbefinden, körperliche und geistige Entwicklung
  • haben Einfluss auf Sexualität und Fruchtbarkeit
  • regen Wachstum von Haut, Haaren und Nägeln an

Bei einer Schilddrüsen-Überfunktion „dreht“ unser Stoffwechsel voll auf, ohne dass diese Energie benötigt wird. Symptome einer Schilddrüsenüberfunktion oder Hyperthyreose sind daher häufig Nervosität, Reizbarkeit, zu hoher Puls (Tachykardie) und eine Gewichtsabnahme, da der Körper den andauernden Energiebedarf decken muss. Über längere Zeit ist so ein aktivierter Stoffwechsel allerdings nicht mehr anregend, sondern nur noch nervend, kräftezehrend und krankmachend!

Müde, schlecht gelaunt und vor Kälte zitternd? Menschen mit einer Schilddrüsenunterfunktion fühlen sich nicht nur im Winter so. Durch eine Beschädigung oder Entzündung des Schilddrüsengewebes bilden sie weniger Hormone als benötigt. Es kommt zu einer Verlangsamung des Stoffwechsels und einer verringerten körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit mit vielen daraus resultierenden Beschwerden.

Wer an einer Schilddrüsenerkrankung leidet, muss oft lebenslang Medikamente einnehmen. Bei einer Schilddrüsenunterfunktion sind das meist Tabletten mit dem körpereigenen Hormon L-Thyroxin, die in sehr vielen Dosierungen, teilweise auch kombiniert mit Jodid, angeboten werden, um quasi jeden individuellen Hormonbedarf decken zu können

Am besten wirken die Schilddrüsenhormone, wenn sie mindestens 30 Minuten vor einer Mahlzeit eingenommen werden, denn die gleichzeitige Aufnahme von Nahrung verringert die „Bioverfügbarkeit“ um etwa 20 %. Nehmen Sie Ihre Tabletten daher am besten jeden Tag gleich morgens nach dem Aufstehen mit einem Glas Wasser ein. Verwenden Sie dafür am besten einfaches Leitungswasser, denn auch Mineralien wie Calcium (in Milch und Milchprodukten!), Magnesium, Eisen oder Zink können durch die Bildung schwerlöslicher Komplexe die Wirkung der empfindlichen Hormone verändern.

Sollten Sie die Einnahme einer Schilddrüsenhormontablette einmal vergessen haben, nehmen Sie keine Tablette zusätzlich, sondern setzen Sie die Einnahme am nächsten Tag zur normalen Zeit fort, da Schilddrüsenhormone viele Tage im Körper wirken, bis sie abgebaut sind. Dennoch können sich in dieser Zeit leichte Beschwerden einer Unterversorgung bemerkbar machen (die jedoch harmloser sind als die Beschwerden bei einer Überversorgung)

Früher waren in Mitteleuropa vor allem die kargen Böden der Alpenregionen sowie der Balkan bekannt für ihre Jodarmut. In diesen Gegenden trat eine ernährungsbedingte Schilddrüsenunterfunktion mit Bildung eines Kropfes häufiger auf. Heute sind durch das zunehmende Auswaschen von Jod aus den landwirtschaftlich genutzten Böden bereits weite Teile des europäischen Flachlands mit fast 400 Millionen Einwohnern von diesem Nährstoffmangel betroffen. Auch Deutschland gehört dazu.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt daher für gesunde Erwachsene eine tägliche Jodzufuhr von 200 µg und hat in Studien gezeigt, dass die durchschnittliche Jodversorgung auch mit den Jodvarianten Jodid und Jodat derzeit nur bei wenig über 100 µg liegt. Akute Mangelerscheinungen treten lediglich deshalb nicht häufiger auf, weil die Schilddrüse bis zu 10 mg Jod auf Vorrat speichern kann. Bauen Sie daher jodhaltige Nahrungsmittel wie Seefische (Schellfisch, Kabeljau, Seelachs) und Meeresfrüchte, Spinat und Milchprodukte regelmäßig in Ihren wöchentlichen Speiseplan ein und verwenden Sie jodiertes Speisesalz zum Kochen. So helfen Sie Ihrer Schilddrüse, Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden aufrecht zu erhalten!

Auch Algen und Seetang gehören zu den besonders jodhaltigen Lebensmitteln, da sich Jod im Meerwasser anreichert. Der Jodgehalt ist je nach Algenart sehr unterschiedlich und kann zwischen 5 und 11.000 µg pro Gramm Trockengewicht schwanken. Eine „vernünftige“ Jodversorgung ist daher nur mit entsprechend gekennzeichneten Präparaten möglich, sonst kann daraus schnell eine Überversorgung mit entsprechenden Gesundheitsbeschwerden entstehen!

In der Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Bedarf an Jod noch weiter an, denn gerade in dieser Phase ist eine ausreichende Jodversorgung für die gesunde körperliche und geistige Entwicklung Ihres Babys lebenswichtig!

Von der DGE empfohlene tägliche Jod bzw. Jodidzufuhr
Alter Jod µg/Tag Alter Jod µg/Tag
0 – 4 Monate 40 10 – 13 Jahre 180
4 – 12 Monate 80 13 – 51 Jahre 200
1 – 4 Jahre 100 ab 51 Jahren 180
4 – 7 Jahre 120 Schwangere 230
7 – 10 Jahre 140 Stillende 260

http://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/jod/

Achtung: Mit Ausnahme von Schwangerschaft und Stillzeit dürfen Menschen mit Hashimoto-Thyreoiditis, einer chronischen Autoimmunerkrankung, kein zusätzliches Jod einnehmen! Denken Sie daran, dass auch bei vielen Backwaren und anderen Lebensmitteln jodiertes Speisesalz zugesetzt wird!

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